Klein aber fein – eine Feuchter Besonderheit

                   Erste Wahlaussagen diskutiert
Der Vorsitzende Gerd Steuer konnte bei der Versammlung in der neueröffneten Trattoria il Poligono ( Schützenhaus ) in Moosbach neben einer Reihe von Zuhörern den Hausherrn und Vorstand der Schützen, Johannes Schmidt, den Bürgermeisterkandidaten der Unabhängigen, begrüßen. Marktgemeinderat Steuer legte den Anwesenden erste Vorschläge für die Wahlaussagen der Unabhängigen zur Diskussion vor. Drei Schwerpunkte der Wahlaussagen, die Finanzen des Marktes; der Klimaschutz und der soziale Wohnungsbau wurden intensiv besprochen.               Geordnete Finanzen begründen eine erfolgreiche Politik auf kommunaler Ebene. Deshalb lehnen die Vertreter der UCS das Schuldenmachen in guten Zeiten entschieden ab. Mit Schulden nimmt man der nächsten Generation den benötigten, freien Handlungsspielraum. Eigentlich sollten in wirtschaftlich guten Zeiten Rücklagen gebildet werden. Die Unabhängigen werden sich auch zukünftig energisch für eine sparsame und solide Haushaltsführung einsetzen. Unsere Vertreter werden darauf achten, dass nur das Machbare und nicht alles Wünschenswerte verwirklicht wird. Dabei wird aber an der Bezuschussung der Vereine und Verbände in der bisherigen Höhe festgehalten. Bei der Verabschiedung des Haushaltes im Januar wurde Gerd Steuer, dem Sprecher der Kleinen, von Seiten des Bürgermeisters , der CSU und der SPD wahltaktische Manöver unterstellt, als er die Ablehnung des Haushaltes 2019 begründete und darauf verwies, dass die fetten Jahre vorüber seien. Zumindest ein wichtiger Repräsentant der CSU hat zwischenzeitlich erkannt, dass die fetten Jahre vorbei sind! Bei der Aufstellung der nächsten Haushalte werden die Unabhängigen darauf achten, dass diese ausgeglichen und der wirtschaftlichen Situation angepasst sind.                         Nächster Beratungspunkt war das, in der Öffentlichkeit intensiv diskutierte, Thema Klimaschutz. Der Markt Feucht ist bemüht, diesen Punkt immer, wenn möglich, in seine Entscheidungen mit einzubeziehen. Eine erste Maßnahme muss die intensive Überarbeitung und Weiterentwicklung des bestehenden CO² - Minderungsprogramms und des Integrierte Klimaschutzkonzeptes sein. Im Bereich des Bauens muss der Bauwerber im Rahmen der Möglichkeiten der Verwaltung umfangreich beraten werden, welche umweltverträglichen Maßnahmen bei einem Neubau oder der Renovierung möglich sind. Die Schaffung von immer mehr Tiefgaragen muss, wegen der damit verbundenen Grundwasserspiegelsenkung, kritisch hinterfragt werden. Die in der Vor- bzw. Planungsphase befindlichen Vorhaben des Marktes, kurz genannt seien hier nur: die Entwicklung der Ortsmitte das sogenannte Sailer-Areal, Neubau einer Kita in der Altdorfer Straße, Projekte im Bereich des Verkehrs und der Naherholung und Überlegungen zur Klärschlammtrocknung. Zusätzlich zur Beachtung der Ökologie und Ökonomie sollte man immer an die benötigten Flächen denken und den Flächenverbrauch minimieren, indem, man das Bauen in die Höhe favorisiert. Die Gemeindewerke Feucht, hundertprozentig im Besitz des Marktes Feucht, unterstützt die UCS in ihrer klimafreundlichen Arbeitsweise. Konkrete Handlungsweisen , wie oben dargestellt, sind allgemein gehaltenen Anträgen vorzuziehen. In den nächsten Jahren müssen wir es schaffen, dass nur klimaneutral erzeugter Strom an die Feuchter Bürger geliefert wird. Wo immer möglich sollen die Werke in Blockheizkraftwerke, Solaranlagen und Windkraftanlagen investieren. Nachdem über diese zwei Punkte sehr intensiv diskutiert wurde, beschäftigte sich die Versammlung nur noch mit dem Thema Sozialwohnungen. Hier herrscht in Feucht ein akuter Mangel, der zumindest abgemildert werden muss. Ein erster Schritt muss die Sanierung bzw. der Dachgeschossausbau des Paul-Morath Hauses sein. Der neue zu beschließende Flächennutzungsplan bietet hier hoffentlich weitere Abhilfe. Eine Möglichkeit dazu bildet das Wäldchen am Schlosserweg. Die großen drei Parteien haben vor wenigen Jahren die Notwendigkeit des sozialen Wohnungsbaus noch nicht erkannt und den Vorschlag von Marktgemeinderat Steuer das Areal am Bahnhof Ost dazu zu verwenden, abgelehnt.                                          Dritter Bürgermeister Gerd Steuer stellte noch eine Aktion “ Tag der Demokratie “ vor, deren Initiatoren von der SPD kommen. Er sprach sich dafür aus, dass sich auch die Unabhängigen an der Aktion beteiligen. Von den Initiatoren wird eine Kundgebung am 15.September am Sparkassenplatz vorgeschlagen, Näheres wird demnächst in einem Treffen vereinbart. Als Referent ist Herr Helmbrecht, ein Mitbegründer der Allianz gegen Rechtsextremismus vorgesehen.                                                                  Pflanzentauschbörse                                                               Die in der Bevölkerung sehr beliebte Pflanzentauschbörse findet natürlich wieder statt. Der genaue Termin im Oktober steht noch nicht fest, wird aber rechtzeitig im Reichswaldblatt und auf der Internetseite der Unabhängigen bekanntgegeben.